Written by BOOM BARRIER GATE FACTORY Engineering Team | Updated: 2. Oktober 2026

Eine Schranke kann nur so zuverlässig sein wie die Fahrspur, auf der sie montiert wird. Bevor das Gehäuse eintrifft, müssen auf der Baustelle fünf Punkte geklärt sein: das maßgebliche Fahrzeug (Bemessungsfahrzeug), die Fahrspurbreite und die Zufahrtsgeometrie, die Staufläche vor der Schranke, das Betonfundament samt Verkehrsinsel und die Leerrohre für Strom, Daten und Detektionskabel. Ist das erledigt, ist die Montage eine Sache von zwei Tagen; ist es nicht erledigt, bedeutet die Korrektur in der Regel, dass fertiger Belag wieder aufgestemmt werden muss.

Dieser Leitfaden richtet sich an die Personen, die diese Entscheidung treffen: Facility- und Objektverantwortliche, Tiefbau- und Elektrofachbetriebe, Zutrittskontroll-Integratoren sowie Importeure, die eine bereits spezifizierte Schranke auf der Baustelle vorbereiten. Er endet dort, wo die Maschine angedübelt wird.

Drei Begleitartikel decken die übrigen Phasen ab, damit sich hier nichts wiederholt: die Wahl von Auslegerlänge und Fahrspur steht im Leitfaden zur Auslegerlänge, die mechanische Montage und der Federausgleich im Montage- und Wartungsleitfaden und die Abnahmeprüfungen nach der Montage im Leitfaden zur Inbetriebnahme und Abnahme. Wer zuerst die Fragenliste vor jeder Bestellung braucht, beginnt mit der Projekt-Checkliste für Schrankenanlagen; dieser Artikel liefert die Zahlen hinter diesen Fragen.

Schrankenanlage während der Baustellenarbeiten: Verkehrsinsel, Zufahrt und Detektionsbereiche

Schritt 1 — Zuerst das Bemessungsfahrzeug, dann das Modell

Fast jeder Streit über die Baustellenvorbereitung hat dieselbe Ursache: Die Fahrspur wurde für einen Pkw geplant, und dann fuhren Lieferwagen, Kleinbusse oder ein Müllfahrzeug hinein. Halten Sie das maßgebliche Fahrzeug zuerst schriftlich fest; alles andere folgt daraus.

  • Nur Pkw — etwa 4,5–5,0 m lang und 1,8–2,0 m breit. Der Regelfall bei Wohn- und Büroanlagen.
  • Pkw plus leichte Nutzfahrzeuge — Transporter und Pick-ups bis etwa 6 m. Ein Fahrzeug dieser Größe verändert die Zufahrtslänge, nicht das Schrankenmodell.
  • Lkw und Busse — typisch 8–12 m. Diese Spuren brauchen die größtmögliche Geometrie, und die Position der Außenspiegel im Moment der Bedienung muss geprüft werden.
  • Mischverkehr — für den größten regelmäßigen Nutzer planen, dann den kleinsten prüfen: Motorräder und Fahrräder werden von der Detektion am häufigsten übersehen und am ehesten vom Ausleger getroffen.

Dann die zweite Fahrzeugfrage: Welche großen Fahrzeuge nutzen die Einfahrt nur gelegentlich — Umzugswagen, Feuerwehr, Lieferverkehr? Nutzt ein großes Fahrzeug die Einfahrt nur wenige Male im Jahr, ist ein separates Service-Tor in der Regel günstiger als eine Verbreiterung der kontrollierten Spur.

Schritt 2 — Fahrspurbreite, Zufahrt und Kurvengeometrie

Die kontrollierte Spur muss drei verschiedene Breiten aufnehmen: das Fahrzeug, den Türöffnungsbereich des Fahrers und den Abstand zum Schrankengehäuse. In der Praxis werden einspurige Richtungsfahrbahnen an der Bedienstelle mit mindestens etwa 3,0 m lichter Breite gebaut, besser mit 3,5 m. Spuren, an denen der Fahrer anhält und zu einem Parkscheinautomaten, einer Sprechanlage oder einem Kartenleser greift, werden üblicherweise mit etwa 4,0–4,3 m ausgeführt, damit die Tür ohne Verrenkungen aufgeht. Teilen sich zwei Richtungen eine Spur, sind etwa 6–7 m anzusetzen.

Zwei weitere Maße sind genauso wichtig wie die Breite:

  • Gerade Zufahrt: etwa 15 m gerade, freie Strecke vor dem ersten Bediengerät vorsehen. Eine gekrümmte Zufahrt, bei der der Fahrer gleichzeitig lenken und bedienen muss, ist die klassische Ursache für beschädigte Spiegel und verbogene Ausleger; lässt sich die Kurve nicht vermeiden, helfen ein großzügiger Innenradius (typisch 10 m und mehr, geprüft mit einer Schleppkurvenschablone für das Bemessungsfahrzeug) und klare Markierungen.
  • Freie Strecke nach der Schranke: Sobald der Ausleger hochfährt, muss das Fahrzeug die Spur vollständig verlassen können, bevor das nächste ankommt. Ist die Ausfahrtsseite durch ein parkendes Auto oder eine Wand blockiert, staut sich die Spur bis auf die öffentliche Straße.

Schleppkurven-Schablonen für das Bemessungsfahrzeug sind der günstigste Weg, ein Layout vor dem Bau zu prüfen. Wenn noch offen ist, wie viele Spuren die Einfahrt überhaupt braucht, zählen Sie zuerst die Spitzenankünfte, wie im Leitfaden für mehrspurige Zutrittskontrolle beschrieben; die Geometrie folgt der Spurenzahl, nicht umgekehrt.

Schritt 3 — Staufläche: wie viel Rückstau auf Ihr Grundstück gehört

Der Rückstau ist der teuerste Fehler der Baustellenvorbereitung, denn die Kosten liegen auf der öffentlichen Seite der Grundstücksgrenze. Wenn Fahrzeuge auf die Straße zurückstauen, während sie identifiziert werden, bezahlen oder auf das Öffnen warten, folgen Beschwerden, Kontrollen und in vielen Kommunen eine Auflage, die der Betreiber erfüllen muss.

  • Einfahrt mit geringem bis mittlerem Verkehr: Platz für 3–5 wartende Pkw auf dem Grundstück, für Pkw etwa 15–25 m inklusive sinnvollem Abstand pro Fahrzeug.
  • Hoch frequentierte oder veranstaltungsorientierte Standorte: 45 m und mehr je Spur sind normal — die gängige Größe sind 5–8 Fahrzeuglängen physischer Stauraum —, weil die Ankünfte sich in denselben 20 Minuten bündeln.
  • Die Ausfahrt ist oft kritischer als die Einfahrt: Ausfahrten konzentrieren sich auf Schichtwechsel, Veranstaltungsende und Geschäftsschluss. Findet die Bezahlung in der Spur statt, dauert jeder Vorgang Dutzende Sekunden und die Schlange wächst deutlich schneller als erwartet. Eine vorgelagerte Zahlstelle verkürzt den Vorgang in der Spur erheblich; das ist eine Planungsentscheidung, wie im Leitfaden zum Parkscheinautomaten und Kiosk beschrieben.

Messen Sie die Staufläche von der Schranke rückwärts bis zur nächsten öffentlichen Kreuzung oder Querung. Passt der Stau nicht auf Ihr Grundstück, lauten die Optionen: mehr Spuren, schnellere Zugangsmedien oder eine vorgelagerte Bezahlung — nicht ein längerer Ausleger.

Schritt 4 — Verkehrsinsel, Gehäuseposition und Anfahrschutz

Die Insel trennt die kontrollierte Spur vom übrigen Verkehrsraum und hält das Gehäuse aus dem Fahrbereich heraus. Üblich ist eine erhöhte Insel mit etwa 0,45–0,6 m Breite und mäßigem Bordsteinüberstand, an beiden Enden verjüngt (1:8 ist gängig), damit Fahrzeuge hineingeführt und nicht überrascht werden. Am Gerät selbst sollten rund 1,2 m Insel-Länge für einen Standardgehäusegrundriss eingeplant werden, plus Platz zum Öffnen der Tür für die Wartung.

  • Gehäuse mittig auf der Insel setzen, nicht am Spurenrand: Ein Gehäuse im Schleppbereich wird gestreift, und der Ausleger verliert seinen geometrischen Abstand.
  • Grundriss früh klären. Ein Standardgehäuse ist je nach Modell rund 300–400 mm tief und 350–1.090 mm hoch; die genauen Maße stehen im Datenblatt des gewählten Modells.
  • Wertvolles schützen. Anfahrschutzpfosten, ein Bordsteinaufstand oder ein kurzes Stück Schutzplanke vor dem Gehäuse kosten wenig und verhindern den häufigsten Schaden: ein Fahrzeug streift beim Rangieren das Gerät.
  • Wartungszugang sichern. Ein Weg zum Gehäuse und zur mechanischen Entriegelung, ohne eine Spur zu sperren oder über die Inselbepflanzung zu steigen.
Doppelschranke für zwei Fahrspuren: Insel, Gehäusepositionen und Leerrohrtrassen

Schritt 5 — Leerrohre und Kabeltrassen: das Günstigste zuerst richtig machen

Jedes Kabel zur Spur — Netzstrom, Induktionsschleifen, Lichtschranken, Radar, Spurlichter, Netzwerk und Sprechanlage — verläuft in Leerrohren, die entweder vor dem Belag existieren oder danach eingefräst werden müssen. Der Aufwandsunterschied ist eine Größenordnung, deshalb ist die Leerrohrplanung der eine Punkt, der eher überdimensioniert als optimiert werden sollte.

  • Getrennte Rohre für Strom und Daten. Netz- und Kleinspannungsleitungen im selben Rohr bringen Störungen in Schleifen- und Kommunikationskreise. Mindestens ein Rohr für Netzspannung und ein separates Rohr für Detektion, Steuerung und Netzwerk vorsehen.
  • Eher größer als knapper dimensionieren. 50 mm (2 Zoll) ist das gängige Minimum für einen Einzug; Reserve für spätere Ergänzungen wie eine Spurkamera, eine zusätzliche Schleife oder ein anderes Bezahlgerät einplanen. In jedes Rohr gehört ein Einzugdraht.
  • Einzugsschächte planen. Bögen und lange Strecken brauchen zugängliche Schächte, sonst lässt sich das Kabel nur durch Aufgraben ziehen oder tauschen.
  • Rohre unterhalb des Oberbaus und abseits der späteren Schleifenschlitze führen, damit ein Schleifenschnitt kein Rohr durchtrennt.
  • Im Gehäusebereich hochführen, mit ausreichender Reserve bis zu den Klemmen, ohne dass Verbindungen im Wetter liegen.

Wenn die Spur Kennzeichenkameras, Sprechanlage, Spurlichter oder einen Netzwerk-Switch erhält, muss die Kabelplanung auch die IT-Ebene abdecken; der Leitfaden zur ANPR-Netzwerkplanung beschreibt PoE-, Kabel- und Schrankentscheidungen, die in dieselbe Zeichnung gehören.

Schritt 6 — Stromversorgung, Erdung und Überspannungsschutz an der Spur

Schranken sind kleine Verbraucher — genau deshalb wird die Stromqualität so oft vernachlässigt. Unsere AC-Modelle sind typischerweise mit 140–200 W bemessen, unsere bürstenlosen DC-Modelle mit rund 100 W; die Versorgung muss aber für den Anlaufstrom, die Kabellänge und alles Weitere auf der Insel ausgelegt werden, wenn dort zusätzlich Kameras, Leuchten, Sprechanlage oder ein Terminal versorgt werden.

  • Eigener Endstromkreis für die Spur mit einem Trennschalter, der erreichbar ist, ohne die Spur zu betreten — so kann eine Fachkraft arbeiten, während der Verkehr in der Gegenrichtung läuft.
  • Spannung und Frequenz richten sich nach dem Markt: 230 V einphasig 50 Hz in Europa und weiten Teilen Asiens, 110–120 V 60 Hz in Nordamerika und Teilen des Nahen Ostens. Unsere Schranken gibt es in AC-110–240-V-50/60-Hz-Varianten; klären Sie die Versorgung vor der Bestellung, nicht am Liefertag.
  • Kabel für den Spannungsfall auslegen, nicht nur für den Strom. Eine lange Leitung zu einer entfernten Einfahrt verliert Spannung — sichtbar an schwergängigen, heißen Anläufen und Störungen. Rohrtrasse und Querschnitt gehören in dieselbe Rechnung.
  • Gehäuse korrekt erden. Ein richtig angeschlossener Schutzleiter hält das Gehäuse berührungssicher und bietet Blitzströmen einen Weg. Überspannungsschutz an der Leuchte, die die Spur versorgt, ist auf exponierten Standorten günstige Versicherung.
  • Ausfälle einplanen. Jetzt entscheiden, was bei Netzausfall passiert: Batteriepufferung, mechanische Entriegelung durch geschultes Personal oder freie Ausfahrt. Die Abwägungen stehen im Leitfaden zur Notstromversorgung.

Schritt 7 — Oberbau, Entwässerung, Markierung und Beschilderung

Die Fläche rund um die Spur erfüllt drei Aufgaben: Sie trägt den Verkehr, sie entwässert, und sie sagt dem Fahrer, was zu tun ist. Alles drei muss vor der Montage geklärt sein, denn Flicken oder Umprofilieren stört später das Fundament und die Schleifenschlitze.

  • Gefälle und Entwässerung: Oberflächenwasser soll von der Insel weg- und nicht um sie herumlaufen. Ein Quergefälle von etwa 1–2 % ist auf Parkflächen üblich; entscheidend ist, dass das Gehäuse nicht der tiefste Punkt der Spur ist.
  • Fundament und Aufstellfläche: Die Platte unter dem Gehäuse muss eben, vollständig ausgehärtet und dick genug für Gerät und Befestigungsanker sein; unsere Montagehinweise nennen ein Betonfundament von mindestens 500 × 500 × 500 mm mit mittig eingelegten Leerrohren. Eben heißt in beide Richtungen eben — ein nach hinten kippendes Gehäuse verändert Federausgleich und Durchfahrtshöhe.
  • Markierung: eine Spurführungslinie durch den Bedienbereich, Spurkantenlinien und eine Vorfahrt- oder Haltlinie dort, wo die Spur auf die öffentliche Fahrbahn trifft. Spurkennzeichnung ist wichtiger, wenn Ein- und Ausfahrt nebeneinander liegen; maßgeblich ist die örtliche Markierungsvorschrift.
  • Beschilderung: Ein- und Ausfahrtsschilder vor der Spur, Höhen- und Breitenbeschränkungen, wo sie gelten, Halteverbot oder Freihaltezone am Bedienpunkt und klare Hinweise zu jedem Zugangsmedium.
  • Position der Spurmöbel: Sprechanlage, Kartenleser, Ticketautomat und Spurlichter müssen vom stehenden Fahrzeug erreichbar sein, ohne dass der Fahrer die Tür in die Nachbarspur öffnet.

Schritt 8 — Detektionszonen und Schleifenschlitze im Oberbauplan

Die Detektion liegt im Belag, deshalb müssen ihre Positionen vor dem Einbau der Deckschicht eingezeichnet sein. Mindestumfang einer kontrollierten Spur ist eine Sicherheitsschleife unter dem Fahrzeug am Bedienpunkt — die Schleife, die verhindert, dass der Ausleger auf ein Fahrzeug absinkt — plus die Anwesenheitsdetektion, die die Durchfahrt bestätigt und den Schließvorgang freigibt.

Die Baustellenvorbereitung liefert die Geometrie: wo die Schlitze geschnitten werden, wie sie Rohre und Bewehrung im Oberbau umgehen und wo die Zuleitung jeder Schleife in der Insel ankommt. Die elektrische Seite — Schleifengrößen, Windungen, Zuleitung, Detektoreinstellungen — steht im Leitfaden zur Induktionsschleife, das Zusammenspiel mit Sicherheitseinrichtungen im Leitfaden zu Sicherheitssensoren. Zwei Warnungen von der Baustelle kommen immer wieder:

  • Keinen Schleifenschlitz durch ein Leerrohr oder durch Bewehrung schneiden. Beides verändert die Induktivität — der Detektor funktioniert auf dem Tisch, aber nicht im Betrieb.
  • Die Deckschicht nicht so einbauen, dass die Schleife an einem Ende tiefer liegt. Ungleichmäßige Überdeckung mindert die Empfindlichkeit und bleibt unsichtbar, bis ein Motorrad oder ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit nicht erkannt wird.

Schritt 9 — Fußgängerwege, Barrierefreiheit und Feuerwehrzufahrt

Eine Fahrspur ist kein Fußgängerweg, und deren Vermischung ist ein Risiko, das keine Schranke löst. Klären Sie vor dem Layout, wie Personen, Radfahrer und Rollstuhlfahrer die Einfahrt passieren, ohne die kontrollierte Spur zu betreten:

  • Fußgängerweg trennen durch Bordstein, Poller oder Zaunlinie, und den barrierefreien Weg von Fahrspur und Detektionszonen freihalten. Muss gequert werden, eine definierte Querung mit freien Sichtbeziehungen vorsehen; das kombinierte Einfahrtslayout steht im Leitfaden zur Fußgängerzufahrt.
  • Pollerabstand für Barrierefreiheit: Wo Poller einen Gehweg schützen, liegt der übliche lichte Abstand bei etwa 1,0–1,5 m — eng genug für Pkw, weit genug für Rollstuhl oder Kinderwagen; gegen die örtliche Barrierefreiheitsregel prüfen.
  • Feuerwehr und Rettung: Schranken dürfen die Zufahrt von Einsatzfahrzeugen nicht behindern, und die Flächen für die Feuerwehr haben eigene Anforderungen (in Deutschland etwa DIN 14090, in den USA IFC und NFPA). Liegt die Spur auf einer Feuerwehrzufahrt, muss die Notöffnung vorher mit der Behörde abgestimmt werden; der Leitfaden zur Feuerwehrzufahrt behandelt die Schnittstelle.
  • Höhen- und Breitenbeschränkungen müssen beschildert und, wenn baulich, so positioniert sein, dass ein großes Fahrzeug vor der Schranke und nicht an ihr gestoppt wird.

Schritt 10 — Durchfahrtshöhe und Spuren in Gebäuden oder Tiefgaragen

Ein Geometriepunkt wird regelmäßig vergessen, weil er über dem Fahrzeug liegt: Ein gerader Ausleger fährt in die Senkrechte. Verläuft die Spur unter einer Überdachung, einer Decke, einer Rohrbrücke oder einer Freileitung, muss der Ausleger seine Endstellung berührungsfrei erreichen — und das Gegengewichtsende des Gehäuses muss ebenfalls frei schwenken.

  • Die lichte Höhe über der Spur messen und mit der Auslegerhöhe in Endstellung plus Reserve vergleichen.
  • Rohrtrassen, Sprinklerleitungen und Leuchten daraufhin prüfen, ob sie im Schwenkbereich liegen.
  • Lässt sich die lichte Höhe nicht herstellen, braucht die Anlage einen anderen Auslegertyp — einen Faltausleger oder einen kürzeren Ausleger mit geändertem Spurlayout. Solche Zwänge gehören vor der Bestellung ins Gespräch mit dem Hersteller, nicht in den Montagetag.
Schranke und Fahrzeugbarrieren an einer Grundstückseinfahrt mit Bordstein und Fahrbahnmarkierung

Das Baustellen-Aufmaßblatt: was vor der Anfrage zu messen ist

Ein Lieferant kann nur dann die richtige Maschine spezifizieren, wenn die Standortdaten der Anfrage vollständig sind. Fotos helfen, aber die Maße entscheiden. Nehmen Sie diese Punkte mit zur Baustelle:

  • Lichte Spurbreite an der Bedienstelle und an der engsten Stelle der Spur.
  • Länge der geraden Zufahrt und Radius etwaiger Kurven; Gefälle im Bedienbereich.
  • Abstand der Schrankenposition zur öffentlichen Straße, Kreuzung oder Querung — der Stau-Test.
  • Bemessungsfahrzeug, größtes regelmäßiges Fahrzeug und die nur gelegentlich auftretenden Fahrzeuge.
  • Art und Aufbau des Oberbaus sowie Dicke einer vorhandenen Platte.
  • Entwässerung: wohin das Wasser heute läuft und ob die Spur der tiefste Punkt ist.
  • Strom: Netzspannung und Frequenz, verfügbare Kreisleistung, Entfernung zur nächsten Verteilung und ob ein Trennschalter gesetzt werden kann.
  • Pläne vorhandener Leitungen, die die Spur queren — Wasser, Gas, Strom, Telekom, Entwässerung.
  • Lichte Höhe über der Spur sowie Position von Überdachung oder Leitungen.
  • Nutzung zu Spitzenzeiten: morgendliche Ankunftsspitze, abendliche Ausfahrtspitze, Veranstaltungs- oder Schichtmuster.

Schicken Sie diese Liste mit dem Layoutplan, dann lassen sich Spezifikation, Auslegerlänge und Zugangsstrategie in einem Austausch klären statt in dreien.

Typische Fehler der Baustellenvorbereitung, die Nacharbeit verursachen

  • Leerrohre erst nach dem Belag. Die häufigste und teuerste Unterlassung; eine Spur ohne Reserverohr wird wieder aufgefräst.
  • Stau bis zur Schranke gemessen, nicht bis zur Straße. Die Staugrenze ist die öffentliche Fahrbahn, nicht die Schranke.
  • Insel nach Zeichnung, nicht nach Tür dimensioniert. Gehäusetüren und Wartungszugang fehlen im Plan regelmäßig.
  • Schleifen geschnitten, bevor die Geometrie steht. Eine verschobene Schleife bedeutet später einen neuen Schlitz und einen gefüllten alten; die Induktivität passt nie wieder ganz.
  • Strom bis zuletzt gelassen. Eine spät bestätigte einphasige Versorgung erzwingt Batterie- oder Solarvarianten oder eine längere Leitung mit Spannungsfall.
  • Fußgänger- und Fahrzeugwege „vorläufig" zusammengeführt. Vorläufige Lösungen werden dauerhaft — und genau sie führen zu Unfällen.

Fazit: erst die Spur bauen, dann die Schranke montieren

Die Baustellenvorbereitung ist kein Vorspiel zum Schrankenprojekt; sie entscheidet, ob die Spur die nächsten fünfzehn Jahre funktioniert. Legen Sie das Bemessungsfahrzeug fest, schaffen Sie die Breite und die Staufläche, die der Verkehr tatsächlich braucht, setzen Sie das Gehäuse auf eine Insel mit Anfahrschutz und Wartungsweg — und überdimensionieren Sie die Leerrohre, solange der Belag offen ist. Alles danach — Ausleger, Detektion, Zugangsmedien, Abnahmeprüfungen — wird einfach und umkehrbar.

Wenn Sie gerade eine Baustelle vorbereiten, senden Sie uns das Aufmaß und den Layoutplan: Unser Technikteam bestätigt die Auslegerlänge sowie die Strom- und Detektionsanforderungen für Ihre Spur und nennt das passende Modell aus unserer Schranken-Baureihe — bevor der Tiefbauer die Fläche schließt.

Matrix zur Baustellenvorbereitung: die Werte vor der Bestellung

Die in diesem Leitfaden verwendeten Richtwerte an einer Stelle. Prüfen Sie jeden Wert gegen Bemessungsfahrzeug, örtliche Vorgaben und das Datenblatt des bestellten Modells.

PositionRichtwertWarum wichtig
Spurbreite an der Bedienstellemind. 3,0 m, besser 3,5 m; 4,0–4,3 m bei Leser, Sprechanlage oder TicketautomatTüröffnung, Spiegel und Auslegerabstand
Gerade Zufahrt vor dem ersten Gerätetwa 15 m gerade, sonst großzügiger Innenradius (typisch 10 m+)Der Fahrer muss sich vor der Bedienung ausrichten
Staufläche auf dem Grundstück3–5 Pkw (etwa 15–25 m) bei geringem bis mittlerem Verkehr; 45 m+ je Spur bei hohem VerkehrHält den Rückstau von der öffentlichen Straße fern
Verkehrsinsel0,45–0,6 m breit, etwa 1,2 m lang am Gerät, verjüngte Enden (1:8 üblich)Trennt die Spuren und schützt das Gehäuse
Betonfundament unter dem Gehäusemindestens 500 × 500 × 500 mm, eben und ausgehärtetStabilität, Federausgleich und Abstände
Leerrohremind. 50 mm, getrennte Rohre für Strom und Daten, Reserverohr und EinzugdrahtNachträgliche Rohre bedeuten Aufbruch des Belags
Versorgungskreis230 V 50 Hz einphasig (oder 110–120 V 60 Hz) als eigener Endstromkreis mit erreichbarem TrennschalterQuerschnitt, Trennung und sichere Wartung
Quergefälle um die Inseltypisch 1–2 % vom Gehäuse wegPfützen am Gehäuse und Störungen der Detektion
Lichte Höhe über der SpurHöhe des gehobenen Auslegers plus ReserveTiefgaragen und Überdachungen brauchen ggf. einen Faltausleger

Häufige Fragen

Wie viel Staufläche brauche ich vor einer Schranke?

Bei geringem bis mittlerem Verkehr drei bis fünf wartende Pkw auf dem eigenen Grundstück einplanen — für Pkw etwa 15–25 m inklusive Abstand pro Fahrzeug. Hoch frequentierte und veranstaltungsorientierte Standorte brauchen in der Regel 45 m und mehr je Spur, weil die Ankünfte sich im selben kurzen Zeitfenster bündeln.

Welche Spurbreite braucht eine Schranke?

Üblich ist bei einer einspurigen Richtungsfahrbahn an der Bedienstelle mindestens etwa 3,0 m lichte Breite, besser 3,5 m. Spuren mit Kartenleser, Sprechanlage oder Ticketautomat werden meist mit etwa 4,0–4,3 m gebaut, damit die Tür aufgeht.

Wo sollten Verkehrsinsel und Gehäuse liegen?

Auf einer erhöhten Insel von etwa 0,45–0,6 m Breite, mit dem Gehäuse mittig und Anfahrschutzpfosten oder Bordsteinaufstand davor. Mittig gesetzt bleibt das Gehäuse aus dem Schleppbereich und der Ausleger behält seinen Abstand.

Welche Leerrohre gehören vor den Belag?

Mindestens ein Rohr mit 50 mm (2 Zoll) für die Netzspannung und ein separates Rohr für Detektion, Steuerung und Netzwerk, dazu ein Reserverohr und ein Einzugdraht in jedem Rohr. Nachträglich eingebrachte Rohre kosten eine Größenordnung mehr.

Kann die Vorbereitung beginnen, bevor das Modell feststeht?

Ja für alles, was von Fahrzeug und Verkehr abhängt: Spurbreite, Zufahrt, Staufläche, Insel und Leerrohre. Zwei Punkte klärt man besser vorher mit dem Lieferanten — der Gehäusegrundriss mit Befestigungsbild und ob die Versorgung dort ein- oder dreiphasig ist.

Was muss ich messen, bevor ich einen Preis anfrage?

Lichte Spurbreite an der Bedienstelle und an der engsten Stelle, Länge der geraden Zufahrt und Gefälle, Abstand der Schrankenposition zur öffentlichen Straße, Bemessungsfahrzeug und größtes regelmäßiges Fahrzeug, Aufbau des Oberbaus, Entwässerung, Netzspannung, Frequenz und Entfernung zur Verteilung, vorhandene Leitungen unter der Spur und lichte Höhe darüber.

Angebot direkt vom Hersteller

Senden Sie Ihre Projektdaten — Spurbreite, Verkehrsaufkommen und Fotos — unser Technikteam antwortet mit Spezifikation, Lieferzeit und Herstellerangebot.

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