Ein Schrankenbaum bewegt sich tausendfach auf und ab, und die Feder, die den Schrankenbaum ausgleicht, sorgt dafür, dass er leichtgängig, ruhig und sicher zu bedienen ist. Verliert die Feder ihre Spannung, fällt der Schrankenbaum zu schnell herab oder der Motor arbeitet unter Last; ist sie zu fest gespannt, fällt das Schließen schwer. Die richtige Federspannung einzustellen gehört zu den häufigsten Wartungsaufgaben an jeder Schranke. Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie die Schrankenbaum-Feder einer Schrankenanlage sicher einstellen und woran Sie erkennen, dass sie korrekt ausbalanciert ist.
Bei einer typischen Schranke ist der Schrankenbaum schwer. Eine Gegengewichtsfeder (oder Torsionsfeder) erzeugt eine Kraft, die den Großteil des Gewichts des Schrankenbaums ausgleicht, sodass der Motor nur einen geringen Kraftaufwand benötigt, um ihn zu heben oder zu senken. Das bewirkt drei Dinge: Es reduziert die Motorbelastung, hält die Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit konstant und – entscheidend – verhindert, dass der Schrankenbaum bei Stromausfall oder im Notfall herunterschlägt. Eine korrekt ausbalancierte Schranke hält den Schrankenbaum von selbst etwa waagerecht.
Ist die Feder zu locker, hängt der Schrankenbaum tief und schwer, der Motor muss härter arbeiten und kann überhitzen, und der Schrankenbaum kann mit einem Schlag herabfallen. Ist sie zu fest gespannt, zieht der Schrankenbaum nach oben und der Motor muss ihn unten halten, was Energie verschwendet und dazu führen kann, dass sich die Schranke zu schnell öffnet oder nicht vollständig schließt. In beiden Fällen wird die Schranke unzuverlässig, und die zusätzliche Beanspruchung verkürzt die Lebensdauer des Motors.
Eine gespannte Feder speichert echte Energie. Schalten Sie die Schranke vor der Einstellung stets aus und trennen Sie sie vom Strom, und halten Sie Ihre Finger niemals direkt in die Feder oder zwischen Schrankenbaum und Gehäuse. Bei schweren Schrankenbäumen sollte eine Hilfsperson den Schrankenbaum halten, oder Sie nutzen den manuellen Verriegelungsmechanismus, sofern das Modell über einen verfügt. Tragen Sie Handschuhe und Schutzbrille und befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers für Ihr jeweiliges Modell.
Der einfachste Weg, um zu erkennen, ob die Feder ausbalanciert ist, ist der „Mittelpositionstest“. Trennen Sie die Stromversorgung, drücken Sie dann bei vollständig angehobenem Schrankenbaum den Schrankenbaum vorsichtig auf etwa 45 Grad nach unten und lassen Sie ihn los. Ein gut ausbalancierter Schrankenbaum sollte sich langsam bewegen und ungefähr dort bleiben, wo Sie ihn zurückgelassen haben, oder sanft nachgeben. Fällt er schnell gerade herab, ist die Feder zu locker. Federt er nach oben zurück, ist die Feder zu fest. Führen Sie diesen Test bei sicherer Höhe des Schrankenbaums durch und ohne dass sich jemand darunter befindet.
Die meisten Gegengewichtssysteme werden an einem Gewindeanschluss der Feder oder einer Spannschraube am Antriebsarm eingestellt. Die genaue Ausführung variiert je nach Modell, aber das Prinzip ist dasselbe:
Testen Sie nach jeder kleinen Einstellung erneut. Drehen Sie die Mutter niemals mit Gewalt und überdrücken Sie die Feder nicht, und überschreiten Sie nicht den zulässigen Einstellbereich des Modells. Kleine Schritte von einer halben Umdrehung, jeweils mit einer Prüfung der Mittelposition, liefern das beste Ergebnis, ohne die Feder oder das Gestänge zu beschädigen.
Eine Einstellung ist oft nach einer Änderung des Gewichts des Schrankenbaums erforderlich – zum Beispiel beim Anbringen eines längeren Schrankenbaums, eines Klapp- oder Zaunarms oder eines Schilds am Schrankenbaum. Ein schwererer Schrankenbaum benötigt mehr Federspannung; ein leichterer oder kürzerer Schrankenbaum weniger. Auch jahreszeitliche Temperaturschwankungen können das Verhalten der Feder leicht verändern, daher lohnt sich eine Prüfung der Mittelposition im Rahmen der routinemäßigen Wartung.
Ist die Feder ausbalanciert, die Schranke aber dennoch langsam, laut oder ruckartig, liegt das Problem meist woanders: ein verschlissenes Scharnier des Schrankenbaums, ein durchrutschender Riemen oder eine durchrutschende Kette (bei Wechselstrom-Modellen), ein ausfallender Antriebsmotor oder eine Einstellung der Steuerplatine. Die Federspannung ist nur ein Teil des guten Betriebs, nicht die ganze Lösung. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ist es sicherer, das Gerät prüfen zu lassen, als die Spannschraube weiter zu drehen.
Wie erkenne ich, ob die Feder meiner Schrankenanlage zu locker ist?
Fällt der Schrankenbaum beim Mittelpositionstest schnell herab oder klingt der Motor überlastet und wird heiß, ist die Feder wahrscheinlich zu locker und muss gespannt werden.
Kann ich die Feder bei eingeschalteter Stromversorgung einstellen?
Nein. Trennen Sie die Schranke stets vom Strom und isolieren Sie sie, bevor Sie an der Feder oder der Antriebsmechanik arbeiten, damit sich der Schrankenbaum während der Einstellung nicht unerwartet bewegen kann.
Wie weit sollte ich die Spannmutter auf einmal drehen?
Beginnen Sie mit einer Viertel- bis halben Umdrehung und testen Sie die Balance danach jedes Mal erneut. Vermeiden Sie große Einstellungen, die die Feder überdrücken oder die Mechanik beschädigen können.
Wann benötigt eine Schrankenanlage eine Federeinstellung?
Nach einer Änderung der Länge oder des Typs des Schrankenbaums, wenn der Betrieb schwach oder ungleichmäßig wird, oder im Rahmen der regelmäßigen Wartung. Ein ausbalancierter Schrankenbaum sollte von selbst etwa waagerecht gehalten werden.
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